Sommertrip durch die Eifel, an die Mosel und zur Saar, zum Schluß an die Nordsee

Sommerurlaub 2020 findet am besten vor der Haustür statt, aber dennoch ist es hier ja auch meeeegaa schön. Wir haben lange hin und her überlegt wohin wir überhaupt verreisen möchten. Als Vorschlag für unsere Womo Truppe hatte ich noch einen Cache in Wollseifen abgespeichert. So ein verlassenes Dorf, mehr wußte ich auch nicht über dessen Geschichte. Also ab in die Eifel und jetzt mußte ich nur noch einen passenden Stellplatz in der Nähe von Wollseifen finden. Die Wahl fiel auf „Vogelsang“ National Park Eifel , ich hatte noch nie etwas von diesem Ort gehört. Ich hatte nur Informationen aus dem Internet, das wir auf ein abgesperrtes Gelände kommen und dort Gebäude aus der Nazi Zeit als Museum und Informationszentren genutzt wurden. Daran gab es halt diesen Eifel Wohnmobilpark Vogelsang. Übernachtung mit Kurtaxe 12€ , Strom gab es nicht, aber Ver und Entsorgung war im Preis enthalten. Wir kamen auf einen großen Schotterparkplatz und konnten sogar als Wagenburg parken, das war hier völlig normal 🙂

Wir machen uns mit den Fahrrädern auf den Weg das Gelände Vogelsang zu erkunden. Das wir auf der „Ordensburg Vogelsang“ waren , wo Hiltler junge Führungskräfte ausgebildet hat, hat uns thematisch total erschüttert und auch sprachlos gemacht. Keiner hatte sich vorher mit dem Ort beschäftigt umso überraschender war die Größe der Anlage und die düstere Geschichte dahinter. Geheimnis Vogelsang eine 45 minütige Dokumentation vom WDR. Toller Geocache zum Gelände Vogelsang : Fackelträger der Nation

Am Samstag sind wir mit dem Fahrrad nach Wollseifen gefahren. Hier in dem Dorf wurden die Menschen nach dem 2. Weltkrieg einfach vertrieben. Sie hatten nur 14 Tage Zeit das Dorf zu räumen. In der WDR Dokumentation von Vogelsang , wird auch über Wollseifens Geschichte berichtet. Es wurde einfach zum Truppenübungsplatz umfunktioniert und die Bewohner hatten keine Chance. Hier haben wir den Geocache Wollseifen gemacht. Ein schöner kleiner Multi, meinetwegen hätte er noch mehr Stationen haben dürfen. Bedrückende Geschichte , schön mit Infotafeln dargestellt und eine tolle Natur.

Kanirados wollten dann am Sonntag noch zum Rursee weiter und 00M, Radelmichel und wir machten uns auf zum Kronenburgersee. Da übernachteten wir eine Nacht am Campingplatz Kronenburgersee für unglaubliche 31,50€ , das war es nicht wert, das war uns viel zu teuer und wir fuhren am Montag weiter. Vorher suchten wir entlang der Bahntrasse Vennquerbahn noch verschiedene Geocaches. Manche hatten den Westwall zum Thema, andere waren einfache Tradies. Montag fuhren wir die Vennquerbahn bis nach Belgien hinein. Wir blieben auf dem Radweg und fuhren aufgrund von Corona lieber nicht in umliegende Orte. Der Radweg auf der alten Bahntrasse ging duch das hohe Venn, Natur pur und wunderschön hier. Geocache Magic Box

Am Montag Abend fuhren wir alleine weiter auf den Stellplatz Wohnmobilhafen am Pulvermaar. Übernachtung kostet 8 € , wir standen auf der Wiese ohne Strom. Von dort aus kommt man zum Maare Mosel Radweg, den wir schon die letzten 2 Jahre befahren hatten. So haben wir noch einen Abstecher zur Maarschleife gemacht und sind um die Maare der Eifel geradelt. Auch hier gibt es einfach wunderschöne Natur zu entdecken.

Nach 2 Tagen ging es weiter an die Mosel, dort zieht es uns auch immer wieder hin zurück. In Ürzig wäre auch wieder Platz für das Womo gewesen, aber wir wollten doch weiter Richtung Trier fahren. Vorbei an Burg Manderscheid und auch am Piesporter Panorama strandeten wir in Klüsserath. Reisemobilpark Klüsserath 7,80€ pro Nacht, Nachmittags kommt der Eiswagen, Morgens der Bäckerwagen, was möchte man mehr 🙂

Nach kurzem Moselstopp ging es weiter an die Saar. Da waren wir vorher auch noch nie. In Trier waren uns zuviele Menschen und rund um Saarburg an der Saar fanden wir auch keinen Parkplatz. So entschieden wir uns wieder Richtung Heimat einzuschlagen. Aber immer schön an der Saar entlang und auf einmal kam ein ganz kleiner Stellplatz am Rand der Straße. Stellplatz Sonnenberg 8€ die Nacht und 2€ für Strom, den wir nicht brauchen. So standen wir ganz allein am Weinberg. 7,5km bis Saarburg und 18 km bis Trier mit dem Fahrrad.

Direkt gegenüber war der Saarradweg und wir fuhren mit den Fahrrädern bis nach Saarburg. Ein toller Wasserfall mitten in der Stadt 🙂 Dort haben wir nur kurz einen Halt gemacht für eine Pizza und ein Eis. Die Stadt war gut gefüllt und wir sind lieber weiter an der Saar Fahrrad gefahren.

Da der Wetterbericht nun 38 Grad voraus gesagt hatte für die Region Saar und Mosel, haben wir den Heimweg angetreten. Der Sommertrip wurde kurz für 5 Tage unterbrochen.

Danach haben wir uns auf den Weg zur Nordsee gemacht. Da es aber an den Küsten überfüllt war, sind wir in Bockhorn stehen geblieben. Reisemobilplatz Germer Bockhorn pro Nacht 7 Euro , Strom gab es wohl auch, haben wir aber nicht genutzt. Es gab sogar eine Dusche und Toiletten. 12 km waren es bis nach Dangast an den Jadebusen.

Am Samstag sind wir durch den Neuenburger Urwald gefahren , da war es nicht so heiß. Diese Region ist auch wunderschön mit dem Fahrrad zu erkunden. Hier in Friesland waren wir sicher nicht das letzte Mal 🙂

So leider ist der Sommerurlaub vorbei und wir dürfen wieder zur Arbeit gehen.

Aber nach der Tour ist vor der Tour, also gehts bestimmt bald wieder los :-).

Bis bald im Wald QMJ+CD

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